Lust auf Mithilfe bei Orangenverkauf im Winter?

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
wir planen ein neues Projekt! Das können wir aber nicht alleine stemmen. Es barucht auch insgesamt viel Öffentlichkeit, um erfolgreich zu sein.

Worum geht es? Diese do-it-youself-Minigenossenschaft https://cooperativa-nelson-mandela.de/ organisiert jedes Jahr über den Winter Orangen-, Zitronen-, Kiwi-, Mandel- etc. Verkäufe in Dresden und Umgebung. Sogar selbstgemachte Süßigkeiten gibt es. Die genial frischen Produkte bester Qualität kommen aus Kalabrien, der Stiefelspitze Italiens. Dort werden sie auf einer Farm gemeinsam von Gefängnisentlassenen, angelandeten Flüchtlingen und der Landbevölkerung angebaut. Weil die Italiener nicht fließend Deutsch sprechen, brauchen sie Unterstützung, wenn sie hier ihre Verkaufsstände machen. Es ist schon sehr praktisch, dass sie überhaupt selbst dafür herkommen.

Bisher gibt es in Dresden nur einen Ort in der Johannstadt, wo verkauft wird. Jetzt wollen wir sie nach Zschachwitz holen. Die üblichen Standzeiten sind aber alle, wo ich arbeite. Entweder vormittags oder nachmittags. Schluss ist definitiv 18h. Ich selbst kann also so gut wie nicht helfen. Also suchen wir jetzt Leute, die mithelfen wollen. Wir müssen für jeden Verkaufstag 1-2 deutschsprechende Personen als Hilfe stellen.

Hätte jemand von euch Zeit und Lust, dabei zu helfen? Bisher sind noch keine Termine klar. Aus unserem Umfeld gibt es aber eine, die die Leute unbedingt herholen will, eine zweite hat sich auch schon gemeldet, die ab und zu helfen mag. (Sonst hätte ich schon abgesagt.) Der Verkauf würde entweder 1x pro Monat oder 1x alle 14 Tage stattfinden.

Und dann brauchen wir natürlich Kunden!

Denn nur dann lohnt sich natürlich der Aufwand für die Italiener. Das Obst ist super lecker und in Bioqualität, nur nicht zertifiziert, weil das bisher zu teuer ist. Also macht gern Werbung und kommt dann, wenn es aktuell wird, bei uns einkaufen. Wir als Gemeinschaftsvilla verdienen nichts daran, stellen nur den Platz zur Verfügung. Auch die deutsche Mini-Genossenschaft hat – außer Arbeit und dem Rest, der am Ende nicht verkauft wurde – nichts davon. Sie stellen nur die Institution dar, damit der Verkauf in Deutschland auch legal ist. Im letzten Jahr hatte diese Genossenschaft schon unglaubliche 500.000 € Umsatz.

Was machen Helfende letztendlich?

Es geht nicht ums Kisten schleppen, sondern zu wissen, wo der nächste Stecker ist für die Abendbeleuchtung, wo die Toilette und was dieses Stück Obst dort auf Deutsch heißt etc… Das kann also jede/r.

LG und ich bin gespannt, wer von euch sich meldet und ob wir es schaffen, ein Stück Italien nach Dresden zu holen. Für uns, für die Italiener, für Genuss
Lisa

Eingesperrt durchs Klima

Ich liebe Sommer und Sommerklima: In Shorts herumlaufen, insgesamt weniger Kleidung tragen müssen, vor allem nicht in mehreren Schichten, warme Sonne auf nackter Haut spüren. Und wer mich kennt, weiß, dass ich sehr, sehr gerne radle: Wenn ich dabei den sommerlichen Fahrtwind auf meinen nackten Armen und Beinen spüre, ist das für mich wie ein Streicheln: Es hat für mich etwas Zärtliches („Rettet die Zärtlichkeit“ hatte ich vor einigen Monaten mal als Aufkleber geschenkt bekommen). Ich friere auch so schrecklich schnell. Auch das ist im Sommer unnötig.

Nur: Diesen Sommer habe ich mich geradezu nach Frieren gesehnt. Die Hitzewellen waren so extrem, dass selbst ich, die ich Wärme wirklich liebe, mich nach drinnen verkrochen habe. Gestern war erst mal der letzte Tag dieser Hitzeperiode, 35 Grad im Schatten. Es war Sonnabend. Da ist nun etwas passiert, das mich noch mal anders hat denken lassen:

Normalerweise arbeite ich samstags nicht, kann also frei entscheiden, was ich tue und was ich lasse. Und Freiheit und Autonomie sind mir sehr, sehr wichtige Werte im Leben. (Deshalb liebe ich Demokratie auch so sehr; aber das nur nebenbei.) Aber gestern kam ich mir auf einmal total unfrei vor, ja eingesperrt, fast wie im Gefängnis. Mein Körper sagte: „35 Grad sind einfach zu viel, das kann ich auch mit Schwitzen nicht mehr ausgleichen, bitte tu mir das nicht an. Geh bitte gar nicht raus.“ Das Klima sagte: „Pech gehabt, der Klimawandel hat euch fest im Griff. Natürlich wird es jetzt öfter mal 35 Grad; auch 40 hattet ihr ja schon dieses Jahr.“

Und auf einmal habe ich gemerkt: Der Klimawandel beraubt mich meiner Freiheit. Das geht also auch schon ganz ohne öffentlich angeordnete Einschränkungen, ohne Gesetze und Verordnungen. (Dabei bin ich mir sicher, die werden auch noch kommen, z.B. beim Wasser.)

Und dann kam der Gedanke: Bin vielleicht ICH eine Hitzetote, wenn ich alt bin…

Nicht nur die Natur leidet, auch wir. Oder umgekehrt: Hier bekommen wir krass vor Augen geführt, dass wir ein ganz normaler Teil der Natur sind. Seufz. Es ist alles so krass und auf so vielen Seiten gibt es Sachen zu lernen. Es ist anstrengend. Das neue Klima körperlich. Aber nicht nur das Klima ist anstrengend. Auch das Einstellen auf Neues. Auch wenn mir persönlich Lernen meistens Spaß gemacht hat, ist so viel auf einmal einfach anstrengend. Und wir verlieren lieb Gewonnenes; auch das ist psychologisch nicht einfach mal so getan.

Mir persönlich wird es immerhin leichter, wenn wir uns darüber austauschen. Wenn wir das Leiden nicht vertuschen müssen, wenn wir offen und ehrlich bleiben dürfen. Vielleicht in einer Gemeinschaft wie der Gemeinschaftsvilla.

Was hilft dir, resilient zu bleiben? Schreib es gern in einen Kommentar oder – wenn es dafür zu persönlich ist – in eine Mail an die Mailadresse, die du im Impressum findest.

Nähcafé am 6. September ab 15:00h

Und schon der nächste Termin zum Merken: Am Sonntag, den 6. September findet unser nächstes Nähcafé statt. Ab 15:00h (bis geplant 17:30h) helfen dir Anna und Manja. Vornehmlich geht es wieder ums Reparieren.

Nebenher gibt es auch wieder Getränke heiß und kalt und Kuchen. Wenn du uns vorher mitteilst, was dein Lieblingskuchen ist, besorgen wir auch genau den. Denn noch haben wir dafür Fördermittel.

Deine kaputten Sachen melde am besten gleich an, s.u.. So kann Anna, die die Chefin dieser Veranstaltungsreihe ist, schauen, ob wir schon alle benötigten „Ersatzteile/Nähzutaten“ für dein Thema da haben oder noch etwas besorgen müssen. Bei komplizierteren Sachen wäre auch ein Bild gut. Deshalb haben wir ein neues Formular borbereitet, so du eben auch ein Bild hochladen kannst:

    Dieses Formular verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Daten verarbeitet werden.

    Mal sehen, ob uns das die Arbeit erleichtert. Ich bin gespannt und freu mich schon, euch nach der Sommerpause wieder zu sehen!

    Nächstes Schmuckbasteln und -reparieren

    Liebe Bastlerinnen und Bastler,
    hier kommt nun die Ankündigung für einen neuen Termin zum Schmuck basteln und reparieren: Bitte merkt euch den Sonntag, 20. September vor. Wie gewohnt leitet Nicole euch von 15:00 bis 17:30h an.

    Fast ist auch schon unser paralleler Cafébetrieb zur Gewohnheit geworden. Gern also auch darauf freuen! Kuchen bitte gleich mit der Anmeldung wünschen, dann können wir darauf eingehen zwinkernder Smiley.

    Liebe Sommergrüße an einem ausnahmsweise nicht so heißen Tag!

    Fortbildung statt Tag des offenen Denkmals

    Liebe Leserinnen und Leser,
    eigentlich freue ich mich immer sehr auf den Tag des offenen Denkmals. Dennoch machen wir dieses Jahr nicht mit. Und zwar nicht, weil ich selbst andere Denkmale besuchen will, sondern weil ich zu dem Zeitpunkt im ländlichen Brandenburg sein werde. Ich werde mich fortbilden zum Umgang mit schimpfenden Menschen. Gelernt wird im Gutshaus der Zukunft am Mittwoch; die praktische Anwendung in einer sogenannten „Motzbude“ ist dann am Samstag, den 12.9.26.

    Und weil ich von Altfriedland (Ortsteil von Neuhardenberg) fast einen ganzen Tag zur An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln benötigen werde, fällt der Tag des offenen Denkmals (Sonntag, 13.09.2026) eben leider dieses Jahr für die Gemeinschaftsvilla aus.

    Falls du aber Lust auf den Workshop hast:
    Noch gibt es Plätze. Der Workshop selbst ist kostenlos, für Übernachtung und Verpflegung von Mi bis Sa müsstest du allerdings selbst aufkommen. Falls das eher nicht geht, könntest du auch rein am Mittwoch teilnehmen, darf ich vom Organisator bestellen.

    Sehen wir uns also vielleicht in Altfriedland?

    Weil Sommer ist: Eine Neuentdeckung

    Mein kleiner Urlaub ist ja schon vorbei. Ich hatte genau die heiße Zeit erwischt. Da tat ein kalter Kräutertee richtig gut. Meine Neuentdeckung in diesem Jahr war: Tee aus den Blüten der Schafgarbe:

    Einfach nur kurz unter den Blüten abschneiden, also möglichst wenig Stengel mit verwenden. Dabei sind sowohl Stengel als auch Blätter auch gesund, nur habe ich damit keine Erfahrung. Ich hab nur die getrockneten Blüten verwendet.

    Lustig ist, dass der Tee, wenn er länger mit Pflanzenmaterial zieht, grün wird. Ich hatte noch nie einen grünen Kräutertee.

    Auf dem Elbwiesen wächst viel und blüht gerade jetzt. Falls du also auch gerne Schafgarbentee ausprobieren möchtest, können wir uns gern für einen Sammelspaziergang verabreden. Mail uns einfach per Kontaktformular!

    Im Garten bei uns hat sie sich von selbst eingefunden. Noch sind diese Pflänzchen klein und blühen noch nicht. Bis wir sie dort ernten können, müssen wir also noch etwas Geduld haben.

    Und für alle, die noch etwas mehr lernen wollen:
    Auf Latein heißt diese Art Achillea millefolium, die Achillea mit den Millionen von Blütchen. Den Namen hat sie von Carl von Linné bekommen, der das lateinische Benennungsprinzip in der Botanik einführte. Die Schafgarbe benannte er nach Achilles, der in der griechischen Mythologie die Eigenschaften des Krautes von Chiron, einem Kentaur, mitgeteilt bekommen hatte und damit eine eiternde Wunder des Königs heilte. Die Germanen meinten, Schafgarbe würde vor ungefähr allen Krankheiten schützen.

    Erzähl uns gern von deinen Erfahrungen damit!

    So war der Tag der offenen Gartenpforte

    Es ist zwar schon eine ganze Weile her, aber ich bin durch Arbeit und Urlaub noch nicht zum Brichten gekommen über unseren diesjährigen Tag der offenen Gartenpforte. So hole ich das jetzt nach:

    Nach langsamem Start (die Menschen scheinen Spätaufsteher zu werden.) hatten wieder sehr viele interessierte Gäste da. Einige erkundeten den Garten auf eigene Faust wie im Bild. Wir hatten aber auch wieder extrem volle Führungen. Einige TeilnehmerInnen stellten sich als echte Experten heraus, mit denen man wunderbar fachsimpeln konnte. Langweilig wurde es also nie!

    Zudem hatten die fleißigen Helfer mit Kaffee, Tee und frischen Waffeln den Tag so hervorragend aufgewertet, dass die Zutaten für die Nachfragae kaum reichten.

    Ich denke, allen hat es wirklich gut gefallen.

    Fürs nächste Mal wünsche ich mir nur eine frühere Meldung der Helfenden, so dass ich im Vorfeld beruhigter bin. Denn eigentlich ist der Tag so schön, dass er keine Aufregung verdient. Ich habe den Eindruck, inzwischen sind wir in dem, was wir bieten (Führungen und Gartencafé) so sicher, dass gar nicht mehr viel schief laufen kann, wenn wir nur genug Helfende haben. Gern würde ich auch jemanden einlernen, der dann zusätzlich zu mir Führungen durchführen kann. Denn es scheint inzwischen tatsächlich mehr Interessenten dafür zu geben, als wir bedienen können.
    Falls jemand von euch die Details von unserem Garten lernen möchte, melde er/sie sich bitte. Ich bin gespannt…