Eingesperrt durchs Klima

Ich liebe Sommer und Sommerklima: In Shorts herumlaufen, insgesamt weniger Kleidung tragen müssen, vor allem nicht in mehreren Schichten, warme Sonne auf nackter Haut spüren. Und wer mich kennt, weiß, dass ich sehr, sehr gerne radle: Wenn ich dabei den sommerlichen Fahrtwind auf meinen nackten Armen und Beinen spüre, ist das für mich wie ein Streicheln: Es hat für mich etwas Zärtliches („Rettet die Zärtlichkeit“ hatte ich vor einigen Monaten mal als Aufkleber geschenkt bekommen). Ich friere auch so schrecklich schnell. Auch das ist im Sommer unnötig.

Nur: Diesen Sommer habe ich mich geradezu nach Frieren gesehnt. Die Hitzewellen waren so extrem, dass selbst ich, die ich Wärme wirklich liebe, mich nach drinnen verkrochen habe. Gestern war erst mal der letzte Tag dieser Hitzeperiode, 35 Grad im Schatten. Es war Sonnabend. Da ist nun etwas passiert, das mich noch mal anders hat denken lassen:

Normalerweise arbeite ich samstags nicht, kann also frei entscheiden, was ich tue und was ich lasse. Und Freiheit und Autonomie sind mir sehr, sehr wichtige Werte im Leben. (Deshalb liebe ich Demokratie auch so sehr; aber das nur nebenbei.) Aber gestern kam ich mir auf einmal total unfrei vor, ja eingesperrt, fast wie im Gefängnis. Mein Körper sagte: „35 Grad sind einfach zu viel, das kann ich auch mit Schwitzen nicht mehr ausgleichen, bitte tu mir das nicht an. Geh bitte gar nicht raus.“ Das Klima sagte: „Pech gehabt, der Klimawandel hat euch fest im Griff. Natürlich wird es jetzt öfter mal 35 Grad; auch 40 hattet ihr ja schon dieses Jahr.“

Und auf einmal habe ich gemerkt: Der Klimawandel beraubt mich meiner Freiheit. Das geht also auch schon ganz ohne öffentlich angeordnete Einschränkungen, ohne Gesetze und Verordnungen. (Dabei bin ich mir sicher, die werden auch noch kommen, z.B. beim Wasser.)

Und dann kam der Gedanke: Bin vielleicht ICH eine Hitzetote, wenn ich alt bin…

Nicht nur die Natur leidet, auch wir. Oder umgekehrt: Hier bekommen wir krass vor Augen geführt, dass wir ein ganz normaler Teil der Natur sind. Seufz. Es ist alles so krass und auf so vielen Seiten gibt es Sachen zu lernen. Es ist anstrengend. Das neue Klima körperlich. Aber nicht nur das Klima ist anstrengend. Auch das Einstellen auf Neues. Auch wenn mir persönlich Lernen meistens Spaß gemacht hat, ist so viel auf einmal einfach anstrengend. Und wir verlieren lieb Gewonnenes; auch das ist psychologisch nicht einfach mal so getan.

Mir persönlich wird es immerhin leichter, wenn wir uns darüber austauschen. Wenn wir das Leiden nicht vertuschen müssen, wenn wir offen und ehrlich bleiben dürfen. Vielleicht in einer Gemeinschaft wie der Gemeinschaftsvilla.

Was hilft dir, resilient zu bleiben? Schreib es gern in einen Kommentar oder – wenn es dafür zu persönlich ist – in eine Mail an die Mailadresse, die du im Impressum findest.

Erstes Näh-Café

Im Zuge der Neuausrichtung unserer Reparaturcafés (auf verschiedene Themen, nicht nur Technik) führen wir am Sonntag, 26. April ab 15:00h unser erstes Näh-Reparaturcafé durch. Hier sollen einerseits Klamotten repariert werden, andererseits aber auch der Umgang mit Nähmaschinen als solches ein Thema sein. Denn Motto unserer Gemeinschaftsvilla ist ja „do-it-yourself“ und gleichzeitig auch „do-it-together“. Das passt also wunderbar.

Wer also eine Nähmaschine daheim hat und Weiteres zum Umgang mit ihr lernen will, bringe die eigene Nähmaschine mit. Wer zum ersten Mal etwas lernen möchte, kann gern eine von unseren beiden Maschinen verwenden. Und wer kaputte Sachen hat, melde sie gern im untenstehenden Formular. Du musst also auch noch nie vorher genäht haben. Wir bekommen es gemeinsam hin!

Anna, Manja und Viktoria werden den Abend leiten und euch einerseits Tipps zum Umgang mit den Maschinen geben; andererseits werden sie mit euch gemeinsam eure defekten Kleidungsstücke reparieren.

Für diejenigen, die nichts Kaputtes haben, aber dennoch gern nähen oder nähen lernen wollen, hat Anna ein Schnittmuster und Stoffe für eine Umhängetasche besorgt. Wir hoffen, diese Idee passt du dir! Sonst bring gern deine eigene mit! Es ist nicht zu schwer. Du kannst das!

Im Zuge unserer Reparaturcafé-Förderung werden wir wieder Getränke und Kuchen sponsern. Wenn du einen Wunscht hast, welchen Kuchen wir besorgen sollen, schreib es gleich mit ins Formular. Wenn du selbst einen backen möchtest, wäre das natürlich ganz exklusiv! Dann melde dich schnell, so dass wir Bescheid wissen, bring am Tag selbst die Rechnung für deine Auslagen mit und wir ersetzen sie dir.

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    Auch gemeinsames Singen geht wieder los

    Endlich haben wir auch wieder einen Termin gefunden, um mal wieder gemeinsam zu singen. Er ist zwar noch etwas in der Zukunft, aber viele Leute planen ja lange voraus. Du vielleicht auch. Deshalb merke dir mal bitte den Donnerstag, 19. März vor. Ab 19:15h geht es los.

    Bring gerne dein Lieblingslied oder deine Lieblingslieder mit. Denn natürlich geht es darum, dass wir alle Spaß haben. Wir haben aber auch Hefte da.

    Darauf, ob du singen kannst oder nicht kannst, kommt es nicht an. Wir meinen: Jeder kann singen. Und wenn du es doch zu peinlich findest, was du für Geräusche erzeugst: Du kannst auch gern einfach dabei sein und zuhören.

    Snacks, Wein und Mineralwasser haben wir zum Selbstkostenpreis da. Steuere gern noch etwas bei, so dass es gemütlich wird.

    Fürs Reparaturcafé anmelden

    Mit Formular jetzt noch einfacher!

    Schon eine Weile hatten wir ja eine eigene Mailadresse für unser Reparaturcafé. Jetzt haben wir auch ein Formular, in das du das, was du gerne gemeinsam mit uns reparieren möchtest, eintragen kannst. Schau mal auf die separate Programmseite.

    Das nächste Reparaturcafé ist am Montag, den 13. Oktober ab 18:00h. Vielleicht willst du gleich dafür etwas melden. Und falls wir bis dahin unser Preisgeld haben, können wir auch üppigeren Café-Betrieb bieten. Bisher ist es leider noch nicht so weit… Drückt uns die Daumen…

    Ein Platz frei bei unseren Lebensmittelabholenden

    Liebe Leserinnen und Leser,
    wohnst du zufällig in Radentfernung von Laubegast?
    Magst du kostenlos Lebensmittel vom Vortag legal abholen? (Also kein containern, sondern nach diesem Prinzip.)

    Dann melde dich.

    Die Gruppe, für die wir Verstärkung suchen, holt täglich vormittags ab. Es wäre erforderlich, dass du mindestens alle 14 Tage einmal abholst, besser 1 oder 2x pro Woche. Dafür trägst du dich in einen Online-Terminkalender ein und holst dann auch zuverlässig ab.

    Diese Zuverlässigkeit ist total wichtig, weil wir dem Laden versprochen haben, dass täglich jemand von uns kommt. Mehr „kostet“ es dich nicht. Uns ist umgekehrt wichtig, dass wir uns als Gruppe verstehen, d.h. wir springen auch mal füreinander ein, machen Gruppentreffen etc.. Beim Abholen selbst sehen wir uns ja nie.

    Falls du Interesse hast, melde dich, z.B. über das Kontaktformular.

    Übungsgruppe Gewaltfreier Kommunikation (GFK)

    Es gibt die Gruppe schon eine Weile. Dennoch möchten wir hier im Blog noch mal auf sie aufmersam machen. Gerade haben wir Zuwachs bekommen. So ist für Neue, die noch wenig von Gewaltfreier Kommunikation gehört, geübt oder zumindest gelebt haben, jetzt ein super geeigneter Zeitpunkt zum Einstieg in die Gruppe.

    Ich rede doch nicht gewalttätig, denkst du vielleicht. Was verbirgt sich also hinter dem Begriff?
    Marshall Rosenberg, der „Finder“oder „Definitionsgeber“ versteht unter Gewalt alles, was nicht alle Beteiligte berücksichtigt. Nicht nur anhört, sondern berücksichtigt. Es geht auch nicht um einen Kompromiss, den alle (zähneknirschend?) akzeptieren, sondern darum, Konsens zu finden.

    Das mag jetzt wie die Quadratur des Kreises klingen, also praktisch unmöglich zu erreichen? Es ist aber genau umgekehrt. So erstaunlich wie es klingen mag: Wenn jede/r erst einmal die Bedürfnisse des Gegenüber verstanden hat, dauert eine Lösungsfindung NIE länger als 20 Minuten. Genial, oder?

    GFK beruht vor allem auf der Wahrnehmung von Gefühlen und Bedürfnissen. Leider kennen wir uns selbst oft nicht sonderlich gut, denken in Schablonen, sogar gegenüber uns selbst. Oder wir „verbieten“ uns Gefühle und Bedürfnisse. Von daher hat die Methode auch viel mit „zulassen“, „(Selbst-)Annahme“, urteilsfreiem Begegnen, ja, Empathie zu tun. Bei diesen Worten merkst du vielleicht, dass wir alle wohl eher nicht an einem Abend ausgelernt haben.

    Genau!

    Deshalb treffen wir uns alle 14 Tage dienstags 19:15h für ca. 1,5 bis 2 Stunden. Immer in den geraden Kalenderwochen. Das nächste Mal also am 16. September.

    Sehen wir uns dann? Du zweifest noch? Ein paar weitere Infos findest du hier. Du hast immer noch Fragen? Dann mail uns gerne. (Im Impressum findest du unsere Emailadresse. Du kannst dich auch zurückrufen lassen.)

    Ich freue mich über jede/n, die/der sich mit auf diesen Weg macht.

    Lisa

    Nächstes Reparaturcafé am 8.9.25

    Mittlerweile kennt Ihr den Ablauf ja schon: Melde den Reparaturbedarf über und komm am Montag, den 8. September mit deinem „Problemstück“ vorbei. Wir freuen uns auf dich und die gemeinsame Bastelstunde. Falls du noch Fragen hast, beantwortet sie vielleicht diese Website. Falls nicht, maile uns gerne.

    PS: Demnächst veröffentlichen wir auch ein entsprechendes Formular. Dann wird alles noch einfacher. Freu dich drauf!