Ein Bürgerrat für’s Klima – damit enkeltaugliche Lösungen kommen!

Die Petition “Einberufung von einem bundesweiten Bürgerrat zur Klimapolitik” ist aktuell auf ePetitionen des Bundestags gelistet (Nr 116046). Der direkte Link ist https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2020/_09/_16/Petition_116046.html.

Die Petition wird geführt von „Klimamitbestimmung Jetzt“, einer Organisation von meist jungen Leuten. Sie sind einerseits um ihre und unser aller Zukunft besorgt, andererseits wollen sie Demokratie fördern (https://klima-mitbestimmung.jetzt/). Insgesamt jedoch fordern ganze 170(!) Organisationen mit dieser Petition gemeinsam einen Klima-BürgerInnenrat.

Was ist ein Klima-BürgerInnnenrat?

Was ist überhaupt erst einmal ein Bürgerrat?

Ein BürgerInnenrat ist ein demokratisches Gremium aus 150 zufällig ausgewählten BürgerInnen. Alles sind Freiwillige, die sich zu einem bestimmten Thema gemeldet haben. (Es sind also durchaus auch vehemente GegnerInnen dabei. Das ist auch wichtig!) Sie treffen sich an mehreren Wochenenden. Alle werden in dieser Zeit von unabhängigen und anerkannten ExpertInnen informiert, diskutieren miteinander und erarbeiten abschließend einen Katalog an Handlungsempfehlungen. Ein solcher BürgerInnenrat ermöglicht einer repräsentativen Stichprobe der Bevölkerung, zukunftsweisende Maßnahmen zum jeweilien Thema zu erarbeiten, die von der Breite der Bevölkerung mitgetragen werden.

In Frankreich, Irland und Großbritannien haben BürgerInnenräte schon beeindruckende Ergebnisse erzielen können.

Was ist der geforderte Klima-Bürgerrat?

Es ist ein Bürgerrat der oben beschriebenen Art, der zum Jahrhundertthema „Klimawandel“ arbeiten soll. Wir wollen Lösungen, die die ganze Gesellschaft mitträgt!

Noch bis zum 17. Dezember ist Zeit, die nötigen 50.000 Stimmen zu sammeln. Wenn diese Anzahl an Mitzeichnern erreicht ist, muss sich der Bundestag mit der Petition befassen. Leider erst dann, aber so ist es halt. Deshalb hier noch mal der Link zur Petition, den Du natürlich sehr, sehr gern auch weiterreichen kannst:

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2020/_09/_16/Petition_116046.html

Wenn Du für ePetitionen vom Bundestag noch nicht registriert bist: Es ist einfach und lohnt sich auch für viele andere Anliegen. Misch Dich ein, das ist Demokratie!

In diesem Sinne:
Generationengerechte und enkeltaugliche Grüße von
Lisa (mir), gemeinsam mit vielen, vielen anderen


Die Generationenstiftung z.B. sagt: “Ihr alle seid Hoffnungsschimmer. Wir wissen: Wir sind viele. Lasst uns dafür sorgen, dass alle anderen das auch bald wissen. Wir sagen: Die Gesellschaft muss aktiv werden. Die Politik muss handeln. Wir alle sind die Gesellschaft. Jede*r von uns hat mehr Macht, als wir zu glauben wagen. Jede*r hat eine Stimme, die sich zu erheben lohnt. “

Die Birkenfällung

Etwas verspätet, weil die Fällung nun schon mehr als zwei Wochen her ist, möchte ich Euch einen Eindruck vom Montagvormittag, 16.11.2020, geben:

Bei sonnigem, nicht zu kaltem Herbstwetter trafen zwei Baumsteiger kurz nach 9:00h im Garten der M37 ein. Der eine, Carsten, hatte sogar seinen interessierten Sohn mitgebracht, dessen Schule gerade wegen Corona geschlossen war. Statt Schulbank also praktische Erfahrungen draußen.

Nach einer kurzen Besprechung ging alles sehr schnell:

Weil die Birke ja tot war, konnte Chris, mit „Spikes“ klettern. Die hinterlassen richtig böse Wunden in der Rinde, so dass man das bei einem lebenden Baum nie machen würde. Hier war das aber einfach und mit Hilfe dieser Kletterspikes zu stehen, war wohl auch recht bequem, s. Bild 3: Da steht Chris völlig entspannt in sehr luftiger Höhe am Stamm! Natürlich aber gesichert.

Ast für Ast sägte er von unten kommend einen nach dem anderen Ast ab und kletterte dabei immer höher.

Richtig große Äste flogen mal links mal rechts hinunter. Mit jeweils kleinen Handschlenkern schubste Chris sie so, dass die riesigen Rhododendren unten fast nicht zu Schaden kamen. Ich glaube, wir haben nur 4 Blütenknospen für nächstes Jahr eingebüßt.

Beim Bild, auf dem die Spitze fällt, sieht man noch die ursprüngliche Baumspitze, die schon längst vertrocknet war, als wir den Garten übernahmen. Zu dieser Zeit ahnten wir jedoch noch nicht, wie schnell der komplette Baum einging. Aller Voraussicht nach ist die Birke wirklich nur vertrocknet, denn der Baumstumpf zeigte noch kleinerlei Pilzbefall.

Nur noch der kahle Stamm stand

Da kam Chris wieder zu uns „Bodenpersonal“ und wir machten gemeinsam etwas Ordnung, bevor der Stamm fallen würde und Äste unter sich begraben würde.

Chris sägte fachgerecht die Basis an, auf dass er in die richtige, vorher ausgesuchte Richtung zu fallen käm.

Dann kam der letzte Schritt. Wenn Du die einzelnen Bilder anklickst, kannst Du das Richtungsseil sehen. Und langsam, dann immer schneller fällt unsere gute alte Birke!

Die ganze Aktion hat gerade mal zwei Stunden gedauert. Das Wachsen der Birke jedoch Jahrzehnte. Wie lange genau? Das bekommen wir gerade raus (Jahresringe zählen) und werden es hier noch melden. Wir sollen es dem Denkmalamt melden. Denn denen ist wichtig, ob es mal ein mit Absicht gepflanztes Gartenelement war oder eher ein Wildwuchs, um den herum bei der Sanierung nur Granitsteine nachträglich zum Einbeziehen gesetzt wurden. Mal sehen, wir sind gespannt.